Trauercafé: jeden 2. Samstag im Monat
Die nächsten Termine:
9. Februar und 9. März jeweils um 15 Uhr
in unseren Räumen Ambazac Straße 10 (Eingang über Rathausplatz, neben MVZ), Eschenau.

Was macht eigentlich ein Hospizverein?

Hospizhelfer ruft man doch höchstens in den letzten Stunden, wenn jemand im Sterben liegt!
So sollte es nicht sein! Wir vom Hospizverein Eckental mit Umgebung e.V. merken, dass wir, wenn überhaupt, oftmals relativ spät gerufen werden.
Menschen, die unheilbar und lebensbegrenzt erkrankt sind, sowie ihre Angehörigen sind nach der Diagnose schweren körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt.
Bereits während dieser durchaus auch längeren Zeit möchten wir unsere Dienste anbieten.
Leider besteht bei vielen Menschen immer noch eine Hemmschwelle, den Hospizverein anzusprechen.
Die Angehörigen könnten schon früher entlastet werden, und es könnte zwischen HospizhelferIn und Kranken wie auch zu den Angehörigen bereits im Vorfeld eine Beziehung aufgebaut werden.
filmstill
Erklärfilm auf Youtube: Das kann Hospizarbeit!

begleiter2
HospizbegleiterInnen unseres Vereins
Zu Hause zu sterben, ist der Wunsch der meisten Menschen.
Dies zu ermöglichen, ist das vorrangige Ziel der Hospizbewegung.
Wesentliches Element hierbei ist die Sterbebegleitung durch unsere ehrenamtlichen HospizbegleiterInnen.
Deren Überzeugung ist: Sterben ist Teil des Lebens, folglich gehört auch das Sterben und die Begleitung wieder in die Mitte unserer Gesellschaft.

Was aber ist mit Begleitung gemeint?
Die Hospizhelfer begleiten im allgemeinen Menschen, auf einem Weg, der schwer alleine zu bewältigen ist.
Aber welchen Weg könnte jemand noch gehen, der vielleicht hilflos und bewegungsunfähig im Bett liegt?
Wir können ihm das Sterben nicht abnehmen - was also können wir tun?
Die Begleitung umfasst den emotionalen Beistand der Sterbenden und ihrer Angehörigen.
Sie hilft bei der Verarbeitung der Gefühle, die bei der Auseinandersetzung mit dem bevorstehenden Tod auftreten können.
Hier nehmen sich die HelferInnen Zeit - Zeit zum Reden, Zeit zum Schweigen, zum Berühren und Zuhören.
Was an Unterstützung getan wird, bestimmt der Sterbende, kein anderer!


Selbstbestimmt bis zum Ende bleiben zu dürfen, zu nichts gedrängt oder überredet zu werden - das bedeutet Würde!



logo_charta hve charta
Unterstützen auch Sie die Charta zur Betreuung sterbender und schwerstkranker Menschen, Sie können sie bei uns im Büro unterschreiben.
Mehr Informationen zur Charta erhalten Sie hier
oder hier als Download-PDF.
Der 17. Mittelfränkische Hospiztag
fand am Samstag, den 13. Oktober 2018 - dem Welthospiztag - in Eckental statt

Das Motto lautete: "Hospizbegleitung - Selbstbestimmung - Lebensbegleitung"

Fotos          Handouts          Presse

Grußworte wurden entrichtet von

Hospiztag3 2018 Hospiztag2 2018 Hospiztag4 2018
Landrat Alexander Tritthart     Bezirkstagspräsident Richard Bartsch     Bürgermeisterin Ilse Dölle

Impulsreferate hielten

Hospiztag6 2018          Hospiztag7 2018
Dr. Günther Beckstein Ministerpräsident a.D.             Prof. Dr. med. Dipl. Psychologe Frank Erbguth

Lorenz Schelte Hospiztag1 2018 Übergabe Kerze
Lorenz Schelte am Flügel                                                                                                       Übergabe der Hospizkerze an das Hospiz-Team Nürnberg

Logo HV Eckental                  Logo Bezirk Mittelfranken                  Logo Landkreis ERH
                                    Die Veranstaltung wurde vom
                                                   Bezirk Mittelfranken und dem Landkreis ERH unterstützt.


Bericht über den öffentlichen Fachvortrag von
Prof. Dr. med. Christoph Ostgathe zum Thema
"Aktuelles zur Hospiz- und Palliativversorgung"




Prof. Dr. Ostgathe 2          Prof. Dr. Ostgathe 1          Prof. Dr. Ostgathe 3

Anlässlich des Welthospiztags, der am 14.10.2017 stattfand, konnte der Hospizverein Eckental den in unserer Region als Pionier der Palliativmedizin bekannten Prof. Ostgathe gewinnen, um über aktuelles zur Palliativ- und Hospizversorgung zu referieren.
Prof. Dr. Ostgathe ist Leiter der Palliativmedizinischen Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen, außerdem ist er Vizepräsident der European Association for Palliative Care (EAPC).
Nach der Begrüßung der ca. 75 Zuhörer durch den Vorsitzenden Georg Meyer stellte Dorothea Fink, Vorstandsmitglied und Hospizbegleiterin, den Referenten vor. Neben seiner fachlichen Kompetenz brachte sie sein sehr persönliches Engagement für die Patienten der Palliativstation zur Sprache.
Prof. Ostgathe berichtete über seine Arbeit auf der Palliativstation, beginnend mit dem Umbau und einer Kernsanierung der früheren Frauenklinik bis zum Bezug der neuen, hellen und wohnlich gestalteten Räume im Frühjahr 2010. Mit einem multiprofessionellen Team aus speziell geschulten Pflegekräften, Ärzten, Psychologen, Seelsorgern, Sozialarbeitern und Physiotherapeuten wird sich hier um die Patienten und ihre Angehörigen gekümmert. Ziel ist es, Schwerkranken ein lebenswertes Leben bis zuletzt zu ermöglichen und auch die Angehörigen gleichermaßen mit einzubeziehen, damit auch sie bei ihren Ängsten und Nöten, die bei nicht heilbaren Erkrankungen auftreten, Unterstützung erhalten.
Die Palliativstation in Erlangen umfasst 12 Bettplätze in vorwiegend Einbettzimmern mit wohnlicher Atmosphäre, Gemeinschaftsräume zur Kommunikation, Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige, ein Raum der Stille, moderne Pflege-, Arzt- und Personalräume sowie die Büroräume des Lehrstuhls für Palliativmedizin, der ebenfalls unter Leitung von Prof. Ostgathe hier eingerichtet wurde.

                                                                                          Prof. Dr. Ostgathe 4

Für die Patienten der Palliativstation wird angestrebt, diese wieder nach Hause oder wenn die Versorgung hier nicht gewährleistet werden kann, in eine weitergehende pflegerische Versorgung, z.B. in ein Hospiz, zu entlassen. Im Falle einer Entlassung in das häusliche Umfeld steht den Patienten und ihren Angehörigen zuhause die ambulante Palliativversorgung zur Verfügung. Für die Stadt Erlangen und den Landkreis ERH ist dies die SAPV palliavita (SAPV steht für spezialisierte, ambulante Palliativversorgung). Es handelt sich auch hier um ein Team aus Ärzten und Pflegekräften, die sich um die palliativmedizinische und -pflegerische Versorgung zuhause, in der vertrauten Umgebung, kümmern. Auch in diesem Falle werden alle belastende Beschwerden wie Schmerzen, Atemnot, Übelkeit und Erbrechen, Schwäche, Ängste und Unruhe gelindert.
Während der Hausarzt bei der Palliativversorgung immer der Hauptansprechpartner bleibt, steht dem SAPV-Patienten und seiner Familie ein 24-Stunden-Rufdienst für Krisensituationen zur Verfügung. Belastende Krankenhausaufenthalte können dadurch vermieden werden.
Nach dem Vortrag leitete Vorstandsmitglied Wolfgang Köstner zur Diskussion über. Auf die Frage einer Besucherin, inwieweit z.B. eine Palliativstation mit 12 Betten ausreichend für die Stadt Erlangen und die Region ERH ist, gab Prof. Ostgathe die Auskunft, dass die Ärzte der palliativmedizinischen Abteilung auch in andere Stationen der Uniklinik gehen und die Patienten dort betreuen. Somit ist auch im Falle einer Belegung der Palliativstation die palliative Versorgung gewährleistet.
Weitere Nachfragen aus dem Publikum, sowohl Forschungsprojekte betreffend als auch spezifische Medikation in der Palliativbehandlung, zeigten, dass die Öffentlichkeit sich mit dem Thema Palliativ- und Hospizversorgung befasst und an entsprechenden Informationen sehr interessiert ist.

                                                                                          Prof. Dr. Ostgathe 5