Dienstag 10. November 2026 um 19:00
Georg-Hänfling-Halle Eschenau
Der Hospizverein Eckental mit Umgebung e.V. lädt am Dienstag 10. November um 19:00 in der Georg-Hänfling-Halle in Eschenau zu einem Podiums-Gespräch zum Thema „Assistierter Freitod“ ein.
In der nun 25 Jahre dauernden Arbeit mit Sterbenden und deren Angehörigen sieht es der Hospizverein Eckental als eine seiner großen Aufgaben an, sich mit allen Fragen rund um das Thema Tod und Sterben zu befassen. Dabei spielt es keine Rolle, wie schwierig, schmerzhaft oder kontrovers diese Themen auch immer sein mögen. In den letzten Jahren jedoch hat eine dieser Fragen an Brisanz gewonnen: „Darf der Mensch selbst über das Ende seines Lebens bestimmen?“
In der Präambel seiner Satzung erklärt der Hospizverein explizit, dass das Sterben als ein Teil des Lebens gesehen wird, der weder verkürzt, noch künstlich verlängert werden soll. Zitat: “ Dies schließt eine aktive Sterbehilfe aus.“
Die Frage nach einem selbstbestimmten Sterben auch mittels assistierten Freitodes, berührt unmittelbar zutiefst persönliche, ethische und gesellschaftliche Gesichtspunkte, Anschauungen und Überzeugungen. Der Wunsch nach Selbstbestimmung einerseits und der Wunsch nach dem Schutz des Lebens und der Sorge vor Druck, Leid und Überforderung andererseits, lassen einen Spannungsbogen entstehen, der keine einfachen Antworten ermöglicht.
Auf dem Podium kommen unter der Moderation von Diakon Dirk Münch vom Hospiz-Team Nürnberg zusammen ins Gespräch:
Dr. Kerstin Happich, Palliativmedizinerin , Palliavita Erlangen
Dr. Tobias Steigleder, Palliativmediziner, Uni-Klinik Erlangen
Dr. Marion von Helmolt, Anästhesistin und Intensiv-Medizinerin, Nürnberg
Prof. Dr. Christian Jäger, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschafts- u. Medizinstrafrecht, FAU Erlangen
Pfarrer Thilo Auers, Evang.- Luth. Kirchengemeinde, Heroldsberg
Sabine Ziegler-Flosbach, Betroffene (Angehörige).
Auf diese Weise können medizinische, rechtliche, ethisch-religiöse und persönliche Aspekte angesprochen und verdeutlicht werden.
Der Hospizverein möchte mit dieser Informationsveranstaltung die unterschiedlichen Blickwinkel aufzeigen und somit seinen Beitrag dazu leisten, dass das schwierige Thema „Assistierter Freitod“ besser diskutiert werden kann.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

