Aktuelle Termine und Hinweise

Trauercafé findet wieder statt

Wir laden wieder zum Trauercafé in unsere Hospizräume, Ambazac Straße 10 (Eingang über Rathausplatz) in Eschenau ein.
Die nächsten Termine sind:
Samstag, 11. September 2021 und Samstag, den 9. Oktober, jeweils um 15 Uhr
Unsere Trauerbegleiterinnen freuen sich, dass das offene Trauercafé nach dem lange andauerndem Lockdown wieder stattfinden darf. Wir möchten Betroffenen die Möglichkeit bieten, über ihren schmerzvollen Verlust, über ihre Trauer und die damit verbundenen Gefühle zu sprechen. Dieser Austausch mit Gleichgesinnten ist sehr hilfreich, da sich Trauernde oft alleingelassen und von ihrem Umfeld nicht verstanden fühlen.
Die Teilnehmer des Trauercafés werden von ausgebildeten Trauerbegleiterinnen betreut. Sie sind an die Schweigepflicht gebunden. Das Angebot ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die geltenden Hygieneregelungen und Infektionsschutzmaßnahmen werden eingehalten. Wir bitten die Teilnehmer, einen Mund-/Nasenschutz zu tragen.

Weitere Informationen unter Tel. 09126/2979880 oder 0173/3545904
(Erreichbarkeit täglich von Montag bis Sonntag von 9.00 bis 20.00 Uhr)

Zusammen „in die Sonne schauen“ - Meine Erfahrungen in den Informationsgesprächen zu Patientenverfügungen

Ruth Neubauer-Petzoldt

Ich freue mich, wenn jemand anruft und für sich, den Partner/die Partnerin oder seine Eltern einen Termin wegen einer Patientenverfügung vereinbaren will. Das mag seltsam klingen, warum sich freuen, um über das Sterben zu sprechen. Aber jedes dieser Gespräche erzeugt für eine gewisse Zeit eine besondere Nähe, wenn Menschen, die sich nicht kennen, einander begegnen, sich zu einem so existenziellen Thema wie dem eigenen Sterben öffnen und sich über ihre Vorstellungen, auch Ängste und Wünsche, austauschen.

Nach der Ausbildung als Hospiz- und Sterbebegleiterin war mir schnell klar, dass ich dieses Thema nicht vom Tod her, sondern biographisch früher angehen möchte, und ich habe mich dann gleich für eine Fortbildung des Hospizvereins Bamberg zur Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung angemeldet, um mehr über die rechtlichen Hintergründe, die Konsequenzen und die Erwartungen meiner Gesprächspartner zu lernen.

Wie läuft der Termin ab? Wir begrüßen uns und stellen uns kurz vor. Dann erkläre ich in diesen Gesprächen die Rahmenbedingungen, für welche Situation diese Verfügungen bestimmt sind: Wenn man eben nicht mehr selbst äußern kann, was man will. Am besten ist es, wenn die Person, die die Patientenverfügung macht, den- oder diejenige mitbringt, der sie die Vollmacht erteilen will bzw. möchte, dass diese ihren Willen kennt und durchsetzt.
Ja, und dann die großen Fragen, die hier auftauchen – und die wir besprechen und die auch jedes Mal wieder in mir ein Echo auslösen. Da klingen die Antworten nach, die ich höre, da frage ich mich erneut: Was ist mir wichtig? Ich werde Abschied nehmen müssen, wer soll mich hoffentlich auf meinem letzten Weg begleiten? Wo wird dies sein? Worauf soll mein Blick fallen? Auf was möchte ich doch nicht verzichten bis zuletzt?

Diese Gespräche sind sehr verschieden, manche ältere oder auch alte Menschen sind sehr abgeklärt, sie beantworten die Fragen sehr direkt und kurz; man spürt, sie haben darüber nachgedacht: es ist die letzte Station, mit der sie sich konfrontiert sehen werden und eigentlich wollen sie dies nur ganz praktisch hinter sich bringen. Es ist passiert, dass der Tochter, die dabei sitzt, die Tränen kommen, wenn sie ihren Vater reden hört und sie die inneren Bilder sieht, die sie mit dem Abschied konfrontieren, sie ahnen lassen, welchen Schmerz die Trauer auslösen wird.

Immer wieder spüre ich die Erleichterung der Angehörigen und manchmal auch die Überraschung, wenn die Mutter, der Ehemann erklärt, was er oder sie möchte oder nicht mag, und was man auch nach so vielen Jahren des Zusammenlebens doch nicht wusste …

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Ruth Neubauer-Petzoldt

20-jähriges Jubiläum wird auf das Jahr 2022 verschoben

Der Eckentaler Hospizverein blickt am 21. März 2021 auf sein 20-jähriges Bestehen zurück. Während dieser Zeit konnten wir viele Menschen in der letzten Phase ihres Lebens würdevoll begleiten und ihre Angehörigen unterstützen und entlasten. Dies ist vor allem durch den selbstlosen Einsatz unserer ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleiter möglich. Unser Plan war daher, das 20-jährige Jubiläum gebührend zu feiern.

Da nun leider durch die noch immer anhaltende Corona-Pandemie keinerlei Planungssicherheit für das Jahr 2021 besteht, hat sich der Vorstand des Hospizvereins entschieden, alle bisher geplanten Veranstaltungstermine abzusagen. Der bereits angekündigte Festgottesdienst am 21.03.2021 fällt somit aus. Weitere Veranstaltungen, die sowohl für unsere Hospizbegleiter als auch für unsere Mitglieder und die interessierte Öffentlichkeit geplant waren, können leider nicht stattfinden. Ein Aktionstag für die Vorstellung der „Grünen Notfalldose“, ein Theaterstück und ein Konzert mit dem evang. Pfarrer und Liedermacher Jürgen Bittlinger sind ebenfalls abgesagt worden. Die gute Nachricht lautet allerdings, dass alle diese Veranstaltungen in das Jahr 2022 verschoben und damit nachgeholt werden.

Als Anerkennung für die unermüdlichen Einsätze der aktiven Ehrenamtlichen ist für Anfang Juli ein Seminar im Kloster Plankstetten geplant. Die Hoffnung, dass wenigstens dieses Seminarwochenende im Jubiläumsjahr stattfinden kann, haben wir noch nicht aufgegeben.

Wir sind weiterhin für Sie da!

Niemand soll alleine sterben

„Es macht schutzbedürftige Menschen so verletzlich, dass sie glauben, sie wären eine Last für die anderen. Die Antwort ist eine bessere Betreuung der Sterbenden, um sie zu überzeugen, dass sie immer noch ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft sind.“

Diese Worte der englischen Ärztin, Cicely Saunders, sind genau die Botschaft, in der die ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter ihre Aufgabe sehen. Ihr Ziel ist es, schwerstkranke Menschen zu begleiten und ihre Angehörigen zu entlasten. Hospizbegleiter nehmen sich Zeit für Gespräche oder zum gemeinsamen Schweigen, sie wachen am Bett eines Sterbenden, gehen auf die individuellen Wünsche eines jeden Einzelnen ein.
Auch in Zeiten der Corona-Pandemie haben es sich die Hospizvereine zur Aufgabe gemacht, dass niemand alleine sterben soll und dass kein Angehöriger mit seinen Verlustgefühlen und seiner Hilflosigkeit alleingelassen werden soll. Das soziale Abschiednehmen vom Leben ist wichtiger als die bloße Lebenserhaltung oder –verlängerung.

Auch nach den aktuellen Bestimmungen sind Begleitungsbesuche von schwerkranken und sterbenden Menschen durch unsere ehrenamtlichen Hospizbegleiter im privaten Bereich erlaubt. Es müssen aber auch hier die aktuell geltenden Regelungen und Vorschriften eingehalten werden.

Dies gilt auch in Pflegeeinrichtungen, sofern dies vom Träger erlaubt wird.

Wir werden uns natürlich an die gebotenen Hygienevorschriften und Abstandsregeln halten. Lesen Sie hier mehr darüber

In Würde leben bis zuletzt. Wir unterstützen Sie dabei.

Wir sind da für schwerstkranke, sterbende und trauernde Menschen.  Wir unterstützen Sie und Ihre Angehörigen, ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben bis zuletzt zu ermöglichen - zu Hause, in einer Klinik oder einer Pflegeeinrichtung. Wir möchten Mut machen, die letzte Lebensphase selbstbestimmt zu gestalten.

Alle Angebote sind kostenfrei. 

HOSPIZVEREIN Eckental mit Umgebung e.V.


HOSPIZARBEIT

  • Die Hospizarbeit ist ein ehrenamtlicher Dienst und damit sind alle Beratungs- und Begleitungsangebote kostenfrei. Unsere ehrenamtlichen Begleiterinnen/Begleiter sind für ihre Aufgabe durch den Hospizverein ausgebildet und erhalten eine kontinuierliche Supervision und Fortbildung. Die Schweigepflicht hat in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen und deren Angehöriger oberste Priorität.

  • Unsere Unterstützung orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen und Wünschen der betroffenen Menschen und ihrer Familien.
    Dauer und Häufigkeit der Begleitung wird je nach Bedarf vereinbart.

Hospizverein Eckental mit Umgebung e.V.

Ambazac Straße 10
90542 Eckental

Mobil: (0173) 35 45 904
Tel: (09126) 29 79 880
Fax: (09126) 29 42 00

Mail: hospizeckental@t-online.de
Internet: www.hospiz-eckental.de

Bürozeiten

Mo. und Do. 9:00 - 12:00 Uhr
Mi. 14:00 - 17:00 Uhr
oder nach Vereinbarung