Gemeinsam da sein, wenn das Leben sich verändert
14 Menschen haben sich auf den Weg gemacht, um sich zu ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleitern qualifizieren zu lassen. Der neue Kurs ist vor kurzem gestartet und wird von der Kursleiterin Doris Schmidt und der Co-Leiterin Brigitte Luber begleitet.
Den Auftakt gestaltete der erste Vorsitzende des Vereins, Jörg Seitz, mit einer besonderen Symbolik: einer Karaffe mit Wasser und zwei Gläsern.
Die Karaffe steht für das Empfangen – für all das, was die Teilnehmenden in den kommenden sieben Monaten an Wissen, Gemeinschaft, hospizlicher Haltung und persönlicher Reflexion erfahren dürfen. Nach erfolgreicher Qualifizierung können sie aus ihrem „gefüllten Glas“ etwas an andere Menschen weitergeben: Zeit, Aufmerksamkeit, ein offenes Ohr, Nähe und menschliche Begleitung.
Denn Hospizarbeit bedeutet nicht nur zu geben. Auch die Begegnungen mit Menschen in einer besonderen und oft herausfordernden Lebensphase können für die Begleitenden bereichernd sein und persönlich weiterbringen. Somit kann auch das eigene Glas immer wieder gefüllt werden durch die Begegnungen sowie durch regelmäßig stattfindende Hospizabenden und Supervisionen.
Im Kurs geht es deshalb nicht allein um fachliches Wissen und praktische Fähigkeiten. Die Teilnehmenden setzen sich auch mit den eigenen Vorstellungen von Leben, Sterben, Abschied und Trauer auseinander. So wird die Qualifizierung zugleich zu einer persönlichen Reise.
Mit Offenheit, Interesse und unterschiedlichen Lebenserfahrungen beginnt nun eine gemeinsame Zeit des Lernens und Austauschs. Ziel ist es, Menschen am Lebensende und ihre Angehörigen ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten – aufmerksam, respektvoll und menschlich.
Doris Schmidt
Koordinatorin
